Weltpolitik: Neues Selbstbewusstsein

Jawohl, Deutschland ist dort angekommen, wo es hingehört – im Mittelpunkt internationaler Politik. Was sich einstmals als Sommermärchen ankündigte, sollte sich langsam aber sicher auch außerhalb sportlicher Höchst- und logistischer Meisterleistungen wiederfinden – ein neues, nationales Selbstbewusstsein.

Merkel und der Dalai Lama Der Empfang des Dalai Lama durch die Kanzlerin war ein beachtenswertes    Zeichen; kein kleindenkerischer Wahlkampf, keine wirtschaftspolitisch motivierte Druckserei, sondern eine klare Stellungnahme, eine Provokation sondergleichen – und zwar eine mehr als willkommene; die Ladung des Dalai Lama durch das EU-Parlament nicht zuletzt eine absehbare Folge. Die diplomatische Eiszeit war auch ohne bloße Anbiederung aufzulösen, kein Kniefall oder Bittgesang, sondern gewiefte Diplomatie aus einer sicheren und komfortablen Stellung heraus war das Mittel.

Deutschland stellt sich endlich der internationalen Verantwortung, der es sich nach Jahren innenpolitischer Machtkämpfe und Querelen immer mehr entzogen hatte. Und das ist gut so! Jedoch darf jetzt nicht der Fehler gemacht werden, dieses neue Selbstbewusstsein zu vernachlässigen. Es muss gepflegt und ausgebaut werden, die eigene Position gehört gefestigt. In der nächsten Zeit werden von daher an dieser Stelle aktuelle Nachrichten, Geschehen und Ereignisse kommentiert und unter dem Aspekt der Unterstützung der angesprochenen Entwicklung analysiert.

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